Bregenzerwälder Käsekeller Lingenau trickytine

Besuch im Käsekeller Lingenau und bei Sennerin Tina im winterlichen Bregenzerwald

[Dieser Beitrag enthält Werbung für  meinen Partner AMA]

Nach unserem Bergkäse Mac and Cheese Soulfood, welches es letzte Woche hier für euch gab, geht unsere #sennermeetsblogger Winter Tour weiter. Heute besichtigen wir tolle Käsekeller, in denen der hervorragende Vorarlberger Bergkäse g.U. lagert und reift. Der erste Käsekeller ist ganz beschaulich und klein und gehört meiner guten Sennerin Tina. Wie sehr ich mich auf unser Wiedersehen freue und darauf, sie auf ihrem Hof in Hittisau besuchen zu können!

Der zweite Käsekeller im Bregenzerwald ist von den Ausmaßen doch etwas größer ausgelegt. Gemeinsam dürfen wir einen exklusiven Blick in den Bregenzerwälder Käsekeller in Lingenau werfen. Eines kann ich euch jetzt schon versprechen: wir werden uns fühlen wie im leibhaftigen Bergkäse-Himmel!

Finde hier weitere Highlights meiner #sennermeetsblogger Reisen mit meinem Partner AMA:

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?Ein nasskalter und zugleich beeindruckender Alpabtrieb mit der Alpe Wildgunten
?Vier Tage Dreharbeiten rund um mein Bergkäse Herzensprojekt in Vorarlberg

❤️Auch heute gibt es ein ganz tolles Video zum Schluss des Beitrags. Lest also unbedingt den ganzen Post und schaut es euch an! ?

Käsekeller trickytine Hittisau Sennerin Tina

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Käsekeller trickytine Hittisau Sennerin TinaSennerei im Winter: wo sind eigentlich die Kühe und der Bergkäse?

Anders als zuvor, besuche ich dieses Mal den Bregenzerwald im Winter. Nachdem ich bereits mehrere Male bei Senner und Sennerinnen im Sommer auf deren Alpen zuhause war, möchte ich dieses Mal erfahren, wie ihr Alltag in den Wintermonaten aussieht. Schließlich verbringen die Senner und ihre Tiere einen Großteil des Jahres zuhause auf dem Hof bzw. im Heimatstall.

Da ich noch nie im Winter hier war, habe ich ganz viele tricky Fragen mitgebracht:

  • Was macht ein Senner im Winter eigentlich den ganzen Tag?
  • In welchem Käsekeller lagert der Vorarlberger Bergkäse im Winter?
  • Wo verbringen die Tiere die kalten Monate?
  • Was ist im Sommer anders als im Winter?
  • Was fressen die Kühe?
  • Was passiert mit der Heumilch?

All diese Fragen darf ich Sennerin Tina stellen, die ich bereits im Sommer 2018 auf ihrer wunderschönen Alpe Schwarzenberger Platte besucht habe. Mit ihrer Familie ist sie in Hittisau zuhause. Von ihrem Hof aus kann man sogar ihre Alpe auf der gegenüberliegenden Bergkette sehen. In ihrem Stall hält sie 21 Kühe sowie einige Rinder, vier Kälber und ein paar Ziegen.

2016 wurde der gesamte Stall neu gebaut. Die großen Fenster lassen viel Licht herein und können sogar heruntergefahren werden, damit reichlich frische Luft durch den Stall strömen kann. Zu beiden Seiten des Stalls lassen sich Tore öffnen, durch welche die Kühe frei raus und rein gehen können.

Bei Tinas Stall handelt es sich um einen so genannten Laufstall. Das bedeutet, dass die Tiere hier nicht angebunden werden, sondern sich frei bewegen können. In dem großen neuen Stall haben die knapp vierzig Tiere genügend Platz sich zu bewegen. Alle Kühe teilen sich hier miteinander eine große Fläche, eine so genannte „Kompostfläche“.

Käsekeller trickytine Hittisau Sennerin Tina

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Heumilch g.t.S. trickytine

Laufstall vs. Anbindestall

Alternativ zum Laufstall sind auch so genannte Anbindeställe in Österreich verbreitet. Das bedeutet, dass die Tiere im Stall ihren festen Platz haben, an dem sie angebunden werden. Besonders in den Bergregionen wie Vorarlberg und Tirol haben viele Milchbetriebe eine Kombination beider Stallversionen mit der freien Haltung auf der Alpe im Sommer und der Anbindehaltung im Winter.

Das liegt vor allem daran, dass Anbindeställe früher sehr viel weiter verbreitet waren und der Bau eines Laufstalls mit einem hohen Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist. Da viele Österreicher Betriebe sehr klein sind und im Schnitt nur 18 Milchkühe halten, lohnt sich ein Umbau oft nicht.

Im Vordergrund steht bei beiden Formen natürlich das Tierwohl. Tina ist sicher: der wichtigste Beitrag für die Haltung von glücklichen Tieren ist die Beziehung von Mensch und Tier. Und die wird bei ihr groß geschrieben! Täglich kümmern sie und ihre Familie darum, dass es den Tieren gut geht und verbringen sehr viel Zeit im Stall in ihrer Nähe. Für sie gehören ihre Kühe und Rinder auf jeden Fall zur Familie.

Käsekeller trickytine Hittisau Sennerin Tina

Käsekeller trickytine Hittisau Sennerin Tina

Käsekeller trickytine Hittisau Sennerin TinaKäsekeller trickytine Hittisau Sennerin TinaWas geschieht mit der Heumilch und dem Vorarlberger Bergkäse?

Auch im Heimatstall bekommen die Kühe im Winter ausschließlich Heu aus der Umgebung zu fressen. Demzufolge geben die Tiere auch im Winter Heumilch g.t.S. Da Tina im Winter nicht selbst sennt, liefert sie ihre Milch täglich in die örtliche Sennerei, die daraus traditionellen Vorarlberger Bergkäse g.U. herstellt. Anders als auf der Alpe, können die Käselaibe nicht in ihrem eigenen Käsekeller gelagert werden.

Auf ihrem Hof gibt es einen kleinen Käsekeller, wo die übrigen Käselaibe aus dem Alpsommer lagern und von Tina weiter gepflegt werden. Allerdings stellt sich die Frage: wo landet denn der ganze Bergkäse, der in der Region Vorarlberg produziert wird?

Die Antwort finde ich im benachbarten Örtchen Lingenau. Der Bregenzerwälder Käsekeller beherbergt bis zu 32.400 Laibe Bergkäse, die dort bis zu 10 Monate gepflegt werden und reifen. Damit ist er der mit Abstand größte Käsekeller der Region. Und wir dürfen einen faszinierenden und beeindruckenden Blick in die Regale werfen!Bregenzerwälder Käsekeller Lingenau trickytine

Ein spannender Blick in den Bregenzerwälder Käsekeller

Hygienisch in weiße Kittel, Hauben und Überschuhe gekleidet, dürfen wir mit Käsekeller Chef Ulrich Gärtner die drei Keller betreten. In den ersten beiden Kellerräumen lagert der junge Bergkäse . Hier herrscht eine Temperatur von frischen 13,5 Grad, bei der der Käse bis zu einem Alter von 3 Monaten gelagert wird. Im Kaltkeller, wo nur noch 12 Grad herrschen, bleiben die Laibe bis maximal zehn Monate.

In den sieben Meter hohen Regalen lagern unvorstellbare Mengen an Bergkäse aus Vorarlberg. Als erfahrene Alpenbesucherin weiß ich mittlerweile ,wie viel Arbeit hinter der Pflege jedes Käselaibes steckt und, dass junger Käse täglich gepflegt werden muss. Aber wer kümmert sich denn bitte um 32.000 Laibe Käse?

Die Antwort finde ich zwischen zwei Regalreihen, wo Markus, 3 Jahre, gerade einen Käselaib aus dem Regal hebt und anschließend mit Salzlake behandelt. Markus ist natürlich kein Kind, sondern ein top moderner Roboter, der mit seinen 5 Kollegen knapp 20 Stunden am Tag unermüdlich die Regale entlang fährt und Bergkäse für Bergkäse pflegt. Gemeinsam mit einer Schweizer Firma arbeitet Ulrich permanent daran, die Technik der Pflegeroboter weiter zu optimieren und noch effektiver zu machen. Jeder der sechs Roboter in Lingenau trägt den Namen einer wichtigen österreichischen Person und so lernen wir Markus, Sausi und Johannes kennen. Johannes ist übrigens der Patron der Kirche von Lingenau.

Der Bregenzerwälder Käsekeller wurde im Jahr 2003 gebaut und seitdem stetig verbessert und erweitert. Dennoch reichen die 32.400 Lagerplätze kaum mehr aus. Ulrich und sein Team stecken schon mitten in der Planung für einen zusätzlichen Keller, in dem weitere 18.000 Käselaibe Platz finden sollen. Eins steht fest: #teamtricky lässt sich das noch größere Bergkäse Paradies nicht entgehen und kehrt bald wieder zurück!

Bregenzerwälder Käsekeller Lingenau trickytine

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Käsekeller, Sennerin Tina und meine Vorarlberg-Liebe – hier ist unser 2. Video!

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#sennermeetsblogger ♥ mein tricky Herzensprojekt!

Bei meinem Besuch bei Sennerin Tina fiel mir gleich das schwarz-weiß gescheckte Kälbchen auf. Tina stellte es mir vor als: „Des isch die tricky.“. Hach, was war ich gerührt! Durch #sennermeetsblogger habe ich so fantastische Menschen und beeindruckende Frauen wie Tina kennenlernen dürfen. So viel habe ich gelernt über das faszinierende Naturprodukt Vorarlberger Bergkäse g.U.. Habe mit Alma Sennerin die beste Bergkäse-Partnerin aller Zeiten für all die gemeinsamen Reisen und Erlebnisse an meiner Seite gehabt. Zudem bin ich über das gemeinsame Projekt ganz eng und noch herzlicher mit meinen Bloggerkolleginnen Simone und Mel zusammengewachsen.

Mein besonderer Dank geht an meinen Partner AMA für das Vertrauen in den letzen drei Jahren. Dafür, dass #sennermeetsblogger mehr als ein reine Blogkooperation war. #sennermeetsblogger lebte von echtem Interesse aller Beteiligten. Offenheit und Herzlichkeit. Und wahrer Passion – von Menschen für ihre Tradition, Heimat und ganz besondere und wertvolle Produkte.

Danke an all die fantastischen Senner, die mein Team und mich mit einer unglaublichen Herzlichkeit, Offenheit und Freude empfangen und beheimatet haben. Durch euch wurde Vorarlberg für mich zu einer zweiten Heimat!

Und natürlich Danke an Euch! Ihr habt mich so wahnsinnig treu und ebenso Bergkäse-fasziniert durch dieses Herzensprojekt begleitet. Damit habt ihr mich sehr beschenkt und glücklich gemacht!

Servus!
Eure trickytine ♥

alpabtrieb tricAlpabtrieb Bregenzerwald trickytinekytine bregenzerwaldDie EU schützt Qualität.

g.U. geschützte Ursprungsbezeichnung trickytine

Geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) Dieses EU-Gütesiegel zeichnet Lebensmittel aus, die nach einem anerkannten Verfahren vollständig in einem bestimmten Gebiet aus Zutaten aus diesem Gebiet hergestellt wurden und deren Besonderheit mit ihrem geografischen Ursprung zusammenhängen. Zu diesen Produkten gehören zahlreiche Käsesorten wie z.B. der Vorarlberger Bergkäse g.U.

g.t.s. garantiert traditionelle Spezialität trickytine

Garantiert traditionelle Spezialität (g.t.S.) Lebensmittel mit diesem Zeichen charakterisiert eine traditionelle Zusammensetzung oder ein traditionelles Herstellungsverfahren aus. Es besteht kein Zusammenhang mit einem bestimmten Gebiet. Hier habt ihr zum Beispiel auf meinen Reisen nach Vorarlberg die gute Heumilch kennengelernt, die das Gütesiegel g.t.S. trägt.

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