rhabarber curd trickytine

Rhabarbercurd: it’s a love thing!

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liebe curd addicts!

nach langer abstinenz ließ sich mein innerer drang einfach nicht mehr stoppen: diese roten, verführerischen rhabarberstangen, sie lächelten mich einfach so sexy an, und schienen mir zuzuflüstern: komm, du willst es doch auch! lass es uns tun! am besten hier und jetzt!

ihr fragt euch vielleicht – von was spricht die trickytine gerade? und ja, leute – ich spreche genau davon! von hingabe! von ekstase! von verschmelzung! von CURD! ♥ letztes jahr im sommer, als wir den stuhlkreis der curdaddicts gegründet hatten, öffneten sich immer mehr menschen und sprachen über die magische wirkung von diesem curd, der man sich einfach nicht mehr entziehen konnte. gemeinsam haben wir in unserer selbsthilfegruppe über den verantwortungsvollen umgang mit frisch gerührtem curd gesprochen, und das feierliche gelöbnis abgelegt, dass wir uns nie mehr – alleine mit einem glas curd und einem großen löffel – in einem raum aufhalten werden. (wir wissen ja alle, wie das ausgehen würde, gell?). und wir haben gelernt, wie man eine frucht in ihrer gesamtheit betrachten lernt, ohne sie direkt zwanghaft vercurden zu wollen. ja, gemeinsam haben wir großes erreicht, und der gute curd begleitet uns seitdem als treuer, liebevoller und äußerst köstlicher kumpane.

wie schön und reich könnte unsere kleine curd-welt werden, wenn wir nebst den klassikern wie lemon curd oder johannisbeercurd unseren heiß geliebten frühlingsstar, mister rhabarber, vercurden würden? sehr reich, meine lieben – sehr sehr reich! und mega lecker! darf ich vorstellen: mein neuer springstar – rhabarbercurd!

rhabarber curd trickytine

rhabarber curd trickytine

Rezept für Rhabarbercurd

für zwei mittelgroße marmeladengläser

300 g rotstieliger rhabarber, gewaschen, geputzt (die rote schale auf jeden fall dran lassen!) und in kleine stücke geschnitten
100 ml wasser
1 fingerdickes stück ingwer
saft einer halben zitrone
2 ganze eier
4 eigelb
150 g butter
125 g zucker (wer es säuerlicher mag, reduziert den zucker auf 100g)
optional: 1 TL speisestärke gestrichen (wer das curd dicker in der konsistenz mag)
für die unterstützung der rosa färbung: etwas grenadine oder ein rotes fruchtpulver, z.b. himbeere*
  1. die rhabarberstücke mit dem geschälten stück ingwer und dem wasser in einen topf geben, und alles bei geschlossenem deckel ca. 15 minuten bei kleiner hitze breiig einkochen
  2. den eingekochten rhabarber durch ein sieb geben und durchpassieren, den rhabarbersaft auffangen
  3. die rhabarerreste entsorgen
  4. den rhabarbersaft mit dem zitronensaft auf ca. 150 ml abmessen 
  5. den saft mit dem zucker in einem topf kurz aufkochen lassen, bis der zucker sich aufgelöst hat, dann die hitze abschalten, und die flüssigkeit einige minuten auskühlen lassen
  6. eigelbe und ganze eier verrühren, etwas von der abgekühlten rhabarberflüssigkeit zur eimasse geben, gut verrühren und angleichen
  7. eimasse dann zur restlichen rhabarberflüssigkeit zurück in den topf geben und nun mit gefühl bei MINIkleinster hitze und stetigem rühren mit dem schneebesen SUPERsanft erhitzen – sie darf auf keinen fall kräftig kochen, sonst gerinnt das ei
  8. achtet einfach darauf, stets gründlich auf ganz kleiner flamme zu rühren…auf meinem gasherd habe ich eine kleine flamme mit abstandhalter zum topf, da klappt das immer spitze. wer ganz sicher gehen mag oder sich unsicher fühlt mit der hitze, der bereitet sein curd einfach über dem wasserbad zu!
  9. das curd schäumt die ersten minuten auf, das legt sich dann aber und ihr könnt die konsistenz beim aufschlagen genau beobachten
  10. wenn die masse schön angezogen hat und perfekt dicklich und leicht puddingartig geworden ist– was eine gute weile dauert, bei mir gute 10 – 15 minuten, also bitte ausdauer beim aufschlagen – die butter hinzugeben, die hitze abschalten und alles nochmals gut mit dem schneebesen verrühren
  11. für eine schöne rosa färbung könnt ihr noch etwas grenadine zugeben oder rosa fruchtpulver in den rhabarbersaft einrühren 
  12. das curd hat die ideale konsistenz, wenn es dickflüssig vom löffel tropft – es dickt abgekühlt auch noch leicht nach
  13. rhabarber curd leicht auskühlen lassen, und dann in ausgekochte gläser abfüllen

rhabarber curd trickytine

rhabarber curd trickytine

rhabarber curd trickytine

CURD CURD CURD!

meine lieben curdschwestern und -brüder! zum abschluss der heutigen sitzung möchte ich euch danken, denn mit euch zusammen lässt sich eine mittelschwere curdisierung so viel einfacher verarbeiten. gemeinsam sind wir stark! reicht euch zum abschluss nochmals die hände, denn nun müsst ihr tatsächlich stärke zeigen – ein glas rhabarbercurd kam nämlich direkt prominent und eiskalt in diesem dessert zum einsatz, über das wir dann ganz bald in epischer breite und mit viel geduld sprechen müssen….

euer curdinator ♥ trickytine

p.s. die beerenzeit kommt schneller als gedacht! bitte bereitet euch verantwortungsvoll und bewusst auf die hochsaison von curd vor, damit ihr die zeit gut und reflektiert übersteht. als hausaufgabe für die nächste sitzung, klickt euch bitte in diese süßen versuchungen rein: johannisbeercurd & brombeer-rosmarin-curd. tschaka, ihr schafft das!

p.ps. und das rhabarbercurd schmeckt übrigens total spitze in einem hausgemachten tonka eis. oder als topping auf leckerem käsekuchen!

tonka eis rhabarber curd baiser trickytine

*Affiliatelink

 

15 kommentare

Trickytine 30. April 2017 - 11:28

liebschte curdschwester!

dein platz ist schon fest und kuschelig eingerichtet, und ich habe mich wahnsinnig über deine empfehlung gefreut! und noch mehr freue ich mich, dass wir alle voneinander lernen können! danke also für deinen tipp bzgl. der zuckermenge, das curd schmeckt tatsächlich viel interessanter und knackiger, wenn weniger zucker dran ist. habe ich sofort als ersten punkt auf die agenda der nächsten sitzung fixiert!

xxx & sonnige greetz back over the hügel!
deine tine

Reply
The whitest cake alive 26. April 2017 - 19:07

Oh. Mein. Gottle. Wieso habe ich Rhabarber Curd eigentlich nicht schon eher mal ausprobiert?! Was habe ich nur verpasst!! Übrigens funktioniert der/die/das Curd auch hervorragend in fructosearm, was mich eigentlich noch 10x glücklicher macht als ich nun eh schon bin! Auch wenn mir bis zu diesem Hochgefühl fast die Hand abgefallen ist, weil ich es ein bisschen zu gut gemeint habe mit dem vorsichtigen erhitzen. 😀 Das ist jetzt aber alles egal. Darf ich mit in den Stuhlkreis rücken?

Liebste Grüße von über´m Hügel
Sonja

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Trickytine 24. Mai 2015 - 16:59

hallo liebe hanna!

wie toll, dass du dich an den curd gewagt hast 🙂 und superfrische bioeier sind natürlich super perfekt!
ja, und diese sache mit der färbung: es ist tatsächlich so, dass die zartrote färbung durch die schale des rhabarbers in dem moment total verblasst, in dem man die eier hineinrührt und dann aufschlägt. deshalb habe ich mein curd ja mit natürlichem frucht pury rosa eingefärbt, weil ich das optisch einfach schöner fand.

dein erfahrungsbericht mit dem rote beete pulver ist auf jeden fall super interessant, denn das hatte ich selber auch noch nicht getestet! ich denke, die farben sollten schon intensiv sein, evtl. reicht das pulver nicht für eine wirklich starke färbung aus – und wenn man zuviel davon verwendet, könnte es dann auch durchschmecken.

von daher kann ich dir auch nur sagen: wenn dir der curd geschmacklich gut gefällt, dann kannst du evtl. über die gelbfärbung hinwegsehen. ansonsten kann ich die stark konzentrierten frucht pury´s sehr empfehlen, siehe link oben im rezept.

lass dir dein curd gut schmecken, auch in gelb 🙂

liebe grüße,
trickytine

Reply
Hanna Schleich 23. Mai 2015 - 18:53

liebe trickytine,

hab mich heute an meine erste curd-kochaktion gewagt. hab superfrische bioeier benutzt, die waren so gelb, dass die rötliche farbe des rhabarbers zack! verschwunden war. hab dann mit einigen messerspitzen rote bete pulver nachgeholfen, hat allerdings nur zu einer leicht orangenen färbung geführt. ich wusste nicht, ab wann sich geschmacklich was verändern würde, daher hab ich mich mengenmäßig nicht getraut, weiter zu gehen 😉 kennst du das problem mit der gelbfärbung auch? mein fazit: geschmacklich superlecker, farbe geht so..

Reply
Trickytine 21. Mai 2015 - 18:08

hallo ramona!

also ich brauche meine curds immer innerhalb von 10 tagen auf, länger halten die eh nie 🙂 und wenn sie mal geöffnet sind, dann eher noch rascher. durch die eier und die butter ist die haltbarkeit eher eingeschränkt, und es schmeckt geöffnet nach ein paar tagen auch einfach nicht mehr so gut.

viele liebe grüße!
trickytine

Reply
Trickytine 21. Mai 2015 - 18:06

liebe elke,

ganz einfach: schleck doch mal deinen bildschirm ab, vielleicht schmeckt´s ja nach curd eis? falls das nicht so lecker ausfällt, wie gewünscht: hier das rezept für´s eisparadies! http://trickytine.com/tonka-eis-mit-rhabarbercurd-und-baisers/

🙂

viele sonnige grüße!
trickytine

Reply
Elke Ringmann 20. Mai 2015 - 18:53

und wie komme ich zu meinem curd-eis? dieses absolut leckere foto hier oben?

Reply
Ramona Schmidbauer 20. Mai 2015 - 17:27

Mich würde interessant wie lange der Curd haltbar ist?

Reply
Trickytine 15. Mai 2015 - 12:21

liebe anna-katharina,

wie SPANNEND! hoffentlich hast du mal ein wenig an herrn rhabarber curd genascht, das mag er nämlich gerne 🙂 sicher freut er sich schon auf seinen großen auftritt in deinem pop-up café! was machst du denn leckeres aus ihm? und von restaurantday habe ich noch nie gehört, das google ich doch direkt mal.

viel freude & erfolg für dich und deine curds & herzliche grüße!
trickytine

Reply
Anna-Katharina Glüer 13. Mai 2015 - 14:21

Liebe crudisiert trickytine, vielen Dank für das Rezept. Soeben ist der Herr Rhabarber Curd in zwei Gläser geflossen und wartet jetzt auf seinen großen Auftritt im Rahmen eines kleinen Pop-up Cafés am Samstag (im Rahmen des Restaurantday…schon mal gehört? Sonst auf jeden Fall mal nachschauen, ist eine tolle Idee!). Ich freu mich schon. Und Curd auch. Und sein Bruder Lemon-Yuzu-Curd

curdisierte Grüße!
Anna

Reply
Trickytine 9. Mai 2015 - 19:48

das ist echt fies, liebe fee! ich hätte ja gesagt, gönn dir erstmal einen großen löffel curd auf diese harte welt….aber ich will nicht noch weiter bohren, gell! (bald kommt ja die johannisbeer saison, und die beeren sind extrem prädestiniert dazu, vercurded zu werden! wir haben also hoffnung, auch in dieser zeit ohne zeit für rhabarber curd) 🙂

sonnige grüße!
trickytine

Reply
Fee ist mein Name 9. Mai 2015 - 13:50

Oh Mann, wie kannst du mir so etwas antun? Ich habe doch aktuell gar keine Zeit, um so ein leckeres Glas Curd anzurühren. Das wird mir jetzt schlaflose Nächte bereiten. Fieber-Curd-Träume. Die Welt ist hart.

Reply
Trickytine 8. Mai 2015 - 11:03

hahaaaa markus! ja so läuft das, immer schön den spannungsbogen aufbauen, gell? 🙂 das habe ich übrigens vom curd gelernt, das macht der auch immer mit mir, während ich ihn aufschlage. diese 15 minuten sind so ultraspannend, kaum auszuhalten!

das liegt einfach an der stark ausgeprägten curdisierung, ich kann da nix dafür – aber gott sei dank bin ich ja nicht alleine curdaddicted, und wir können offen darüber sprechen 🙂

sonnige grüße, von #curdinator an #curdinator
deine trickytine

Reply
Backbube 8. Mai 2015 - 8:23

Ah, Waaaaahnsinn…. da liest man völlig curdsüchtig deinen tollen Beitrag durch und denkt sich „da isses ja, das Rezept, dass mir schon schlaflose Nächte verschafft hat, weil ich sehnsüchtig drauf gewartet habe“ und dann postest du tatsächlich noch ein Bild von einem unglaublich wahnsinnig gigantisch lecker aussehenden Dessert mit in den Beitrag und versetzt uns #curdinatoren wieder in eine Cliffhanger-Phase ;)))))

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