Bolognese trickytine

Ragù alla Bolognese mit Tagliatelle. Das Originalrezept aus der Emilia-Romagna.

Für Acht hungrige Personen

  • mehrere Personen
  • Comfort Food
  • Fleisch
  • Pasta

Ragù alla Bolognese. Die Mutter aller Pastagerichte.
We call it a Klassiker!

[DIESER BEITRAG ENTHÄLT WERBUNG]

Wohl kein Nudelgericht kommt so gerne auf den Tisch der deutschen Verbraucher. Oft gereicht als „Spaghetti Bolo“, findet man im Netz einen fast undurchdringlichen Rezepte Dschungel. Ich las in einigen von Paprikaschoten, die man der Sauce zugeben sollte. One-Pot Bolo’s, die in 20 Minuten fertig sein sollen. Einige schwören sogar auf Ketchup als Verfeinerung. Oder noch schlimmer – auf Bolognese alla Miracoli. Ich bin der festen Überzeugung, bei einigen Rezepturen würde der Pastagott wohl mehrfach vor Erschauderung im Nudelhimmel zusammenzucken.

So sagte mal der Franzl Beckenbauer, als Deutschland bei einem Länderspiel auf England traf. Ich mag diesen Spruch total gerne, denn im Herzen bin ich großer Fan von guten Klassikern. Sie sind verlässlich, sie sind vertraut, sie leben von Sehnsüchten und Mythen.

Klassiker gibt es nicht nur auf dem Fussballplatz. Es gibt Gott sei Dank auch zuhauf unglaublich gute Food Klassiker. Und einer echten Legende – Ragù alla Bolognese – widmen wir uns heute.

ragu alle bolognese trickytine

Dieser Pasta Soßen Klassiker ist schlicht. Und ergreifend. Und unschlagbar gut!

Zu gerne möchte euch heute deshalb die Rezeptur für ein authentisches Ragù alla Bolognese vorstellen, wie ich es liebe! Dafür braucht es auch gar nicht viel, denn die Zutatenliste ist schlicht und ergreifend gut. Zwiebeln, Wurzelgemüse, Rindfleisch, Pancetta, Weißwein, geschälte Tomaten. Und der Clou ist ein Glas Milch. Warum gibt man Milch in eine Bolognese? Ganz einfach, sie nimmt etwas die Säure der Tomaten und macht die Sauce wunderbar weich und rund.

Lediglich Zeit solltet ihr einplanen. Wieso muss Bolognese so lange kochen? Ganz einfach! Ein echtes Ragù alla Bolognese ist ein Schmorgericht, welches durch ein langsames Köcheln besser und besser wird. Mindestens zwei Stunden sollte euer Sugo schon kochen. Und ihr werdet sehen: der Pastagott wird euch mit einer unglaublich köstlichen und aromatischen Bolognese segnen.

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Das original Rezept für Ragù alla Bolognese

Im Groben habe ich mich an das festgeschriebene Rezept für eine klassische Bolognese gehalten. Dieses stammt von der academia italiana della cucina. Das Rindfleisch und den tollen Pancetta bekam ich am Vortag ganz frisch von meinen besten Fleischbuddies Kreutzers geliefert. Danke Manu, auf dich ist Verlass!

Einige kleine Abwandlungen habe ich vorgenommen: anstatt das Gemüse mit dem Fleisch anzubraten, habe ich es separat in einer Pfanne angeschwitzt und langsam für eine halbe Stunde garen lassen, als Soffrito. Durch das sanfte Schmoren kitzelt man einen wunderbaren und ganz fein süßen Geschmack aus dem Gemüse heraus. Das Soffrito habe ich dann später mit den geschälten Tomaten dem Ragù zugefügt. Außerdem habe ich einige Lorbeerblätter zugefügt, die für mich einfach in ein gutes Schmorgericht gehören.

Bolognese trickytine

Originalrezept für Ragù alla Bolognese

Rezept ausdrucken
Vorbereitungszeit: 45 Min.
Zubereitungszeit: 2 Stunden
Unglaublich köstliche und aromatische Bolognese aus Rindfleisch und Pancetta. Ein wahrer Klassiker, bei dem sich das Warten am Ende sowas von auszahlt.

Zutaten

  • 200 g Zwiebeln
  • 200 g Möhren
  • 200 g Staudensellerie
  • 6 EL Olivenöl
  • 1200 g Fleisch vom Rind* fein von Hand gehackt oder frisch durchgewolft als Hackfleisch
  • 600 g Pancetta* in feine Würfel geschnitten
  • 400 ml trockener Weißwein bei mir ein Pinot Grigio aus Südtirol, möglich ist auch ein kräftiger trockener Rotwein
  • 1200 g geschälte Tomaten aus der Dose
  • 400 ml Rinderbrühe
  • 400 ml Vollmilch

zum Würzen:

  • Salz*
  • Pfeffer*
  • optional zum Beigeben während des Schmorens: einige Lorbeerblätter / etwas Passata Rustica / etwas Wasser, falls die Sauce zu dick einkocht

zum Servieren:

  • frisch gehobelter Parmesan
  • etwas frische Blattpetersilie

Anleitungen

  • Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Würfel schneiden
  • Möhren und Staudensellerie waschen, Endstücke abschneiden und in feine Würfel schneiden
  • eine Pfanne erhitzen, das Olivenöl zugeben und die Zwiebeln glasig darin anschwitzen
  • dann die Möhren- und Staudenselleriewürfel zugeben und bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten sanft braten, als sogenanntes Soffrito – dabei sollten die Gemüsewürfel keine Farbe annehmen, sondern einfach bei sanfter Hitze gegart werden
  • das Fleisch entweder von Hand in kleine Würfel schneiden, selbst durchwolfen oder als Hackfleisch beziehen
  • Pancetta in Scheiben und feine Würfel schneiden
  • einen großen Schmortopf heiß werden lassen und die Pancettawürfel zugeben – diese unter Rühren auslassen
  • das Fleisch zugeben und kräftig anbraten, bis die Fleischwürfel gebräunt sind bzw. das Hackfleisch bröselig auseinanderfällt
  • den Weißwein angießen und rühren, bis er verdampft ist
  • die geschälten Tomaten in der Dose mit einem Messer etwas zerkleinern und zugeben
  • Rinderbrühe zugeben
  • das gebratene Soffrito zugeben
  • das Ragù auf sanfter Hitze etwa 2 Stunden einköcheln lassen – dabei regelmäßig umrühren, und wenn die Sauce zu sehr eindickt, mit Passata Rustica (passierten Tomaten) oder etwas Wasser aufgießen
  • zum Schluss die Vollmilch einrühren (die Milch nimmt den Tomaten die Säure), mit Salz und Pfeffer würzen
  • al dente gekochte Tagliatelle mit dem Sugo gründlich vermengen und mit frisch geriebenem Parmesan und ein wenig Blattpetersilie servieren
  • Buon Appetito!
Idealerweise kombiniert ihr dieses klassische Ragù mit frischen Tagliatelle. Ihr könnt aber auch auf eine trockene Pasta zurückgreifen. Hier kaufe ich gerne Tagliatelle, die in Bronzeformen hergestellt werden und extra viel Sauce aufnehmen können. Bei der Verwendung von trockenene Tagliatelle soll laut dem Originalrezept sogar noch ein Schuss sahne mit an die Sauce. Mehr ist halt manchmal mehr gell? Hach, ich mag die Italiener! 

Ihr habt dieses Gericht oder ein anderes Rezept von meinem Blog ausprobiert und liebt es auch so sehr wie ich? Dann folgt mir gerne auf Instagram @trickytine und zeigt eure tricky Version jetzt auf Instagram mit dem #trickytine. Ich freue mich sehr auf eure Köstlichkeiten! ♥
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Auch ein Klassiker darf mal abgewandelt werden!

Einige schneiden das Rindfleisch für die Bolognese nur grob, anstatt Hackfleisch zu verwenden. Das funktioniert auch wunderbar, da das Fleisch durch das lange Schmoren zerfällt bzw. man es vor dem Servieren etwas zerzupfen kann. Manche verwenden auch Lammfleisch oder gar Niere. Ich persönlich fand die Liaison aus Rind und Schwein in der Mischung aus bestem Rindfleisch und würzigem Pancetta absolut perfekt! Und wie immer halte ich fest: erlaubt ist, was schmeckt! Und selbst wenn sich ganz Bologna mit Weihwasser besprüht, ob all der Ragù Sünden – am Ende soll es DEIN Gericht sein und DICH glücklich stimmen.

Weil auch ich manchmal ein kleiner Food Revoluzzer bin, pfiff ich beim Abschmecken auf all die in Stein gemeißelten Bolognese Regeln und gab ein wenig Zucker an meine Sauce, weil sie für mich noch zu viel Säure hatte. Das habe ich nämlich von meiner Mama gelernt. Und ich behaupte, in dem Punkt sind alle Italiener mit mir einig: Mama hat einfach immer recht! ♥

P.S. da meine Elise ja einige Stunden mit sanftem Schmoren beschäftigt war, spielte ich zwischendurch zur Abwechslung Food Scrabble mit ihr. Sie schlug mich haushoch im ersten Satz. Wenn ich es nicht besser wüsste….ich glaube, die hat mich leise blubbernd ausgelacht. Dieses freche Ding, dieses freche!

ragu alle bolognese trickytine*Affiliatelink

trickytine

Und, hast du jetzt total Bock auf den Pastaklassiker schlechthin? Dann nichts wie los in deine Küche und probiere mein neues tricky Rezept direkt aus. Wenn du genauso begeistert bist, teile den Link auch gerne mit deinen genussbegeisterten Food-Buddies. Und verrate mir: Was sind deine ultimativen tricky Bolognese Geheimnisse?

Ich wünsche dir nun ganz viel entspannte tricky Kochfreude und sende dir liebe Grüße!

Deine trickytine

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