beef wellington trickytine

Mini tricky Beef Wellington: Rinderfiletsteak im Blätterteig, dazu Balsamico-Champignon-Ragout, Blattspinat mit Gorgonzola und Parmaschinken

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[dieser beitrag enthält werbung]

beef wellington trickytine

damals, auf meiner realschule, konnte man sich ab der 7. klasse für ein zusätzliches wahlfach entscheiden:

  1. französisch als zweite fremdsprache. (würde ich heute ja top interessant finden – aber zu der zeit hieß das: noch mehr hausis, noch mehr grammatik, noch mehr unregelmäßige verben üben…fiel also für das pupertier-pragmatisch denkende trickytinsche flach).
  2. technik. (wäre ja an sich ganz interessant gewesen, weil alle jungs das fach belegten. aber: stundenlang an holzblöcken rumsägen oder elektrische schaltkreise basteln schreckten mich dann doch ab).
  3. das letzte wahlfach war htw. was genau bedeutete: hauswirtschaft und textiles werken. unter textiles werken war gemeint: nähen, stricken, häkeln. fand ich ganz, ganz schrecklich. aber hauswirtschaft, das war voll meins – hieß nämlich: vier unterrichtsstunden lang kochen und essen! top sache, wie ich damals schon fand! (gut, das küche putzen danach gehörte auch dazu. hätte man für meinen geschmack ruhig aus dem lehrplan streichen können.)

ich erinnere mich an tolle rezpte, die wir gemeinsam in der schulküche gekocht haben: kartoffelgratin, pizza, tarte tatin, ein klassischer nudelsalat mit selbstgemachter mayo. ja, ich bin da immer satt und glücklich aus dem unterricht gegangen. ein rezept, dass uns unsere lehrerin uns damals vorgab, ist mir dabei in besonderer erinnerung geblieben: beef wellington. dies ist ein klassisches fleischgericht, bei dem rinderfilet mit gebratenen champignon, leberpastete oder rohschinken im blätterteigmantel gebacken und serviert wird. ich fand das damals schon unfassbar köstlich und hatte mir immer wieder vorgenommen, das irgendwann wieder zu machen.

beef wellington trickytine

nun mussten….öhm…12 jahre oder so…ins land gehen, bis der plan wirklichkeit wurde – denn ich wurde vor kurzem angesprochen, ob ich lust hätte, einen neuen blätterteig aus frankreich zu testen. und ihr wisst ja: ich LIEBE blätterteig! (wir erinnern uns an spanische fleischpasteten, mini käseküchlein, spinattartes, ziegenfrischkäsetartes mit roter zwiebelmarmelade…)

bei mir ist quasi immer eine rolle fertiger blätterteig bevorratet. irgendwie beruhigt mich der anblick, wenn ich in den kühlschrank schaue. und als mich nun croustipate* ansprach, ob ich ihren blätterteig testen wollte, stand schnell fest: klar wollte ich! dass dieser obendrauf noch glutenfrei und laktosefrei ist, machte mich zudem noch neugieriger – ob man da einen unterschied herausschmecken würde? ist die konsistenz anders? die basis für den glutenfreien blätterteig ist reismehl, und der blätterteig ist etwas heller und ein klein wenig weicher in der konsistenz, so mein empfinden. was mir super gefällt: er ist im vergleich zu den mir bekannten blätterteigen bereits rund geformt, so dass er sich perfekt für die verarbeitung in runden tarte- und kuchenformen eignet. und er ist in der verarbeitung sehr geschmeidig und unkompliziert.

die beef wellingtons haben wir als samstags lunch gegessen – und es gab rundum wohlige aaaah’s und ooooh’s zu hören. geräusche, die mir als köchin bestätigen: alles richtig gemacht! 😉 mir selbst schmeckte es aber auch so richtig vorzüglich, um ehrlich zu sein. das rinderfiletsteak war perfekt medium und top zart auf den punkt, der blätterteig toll kross und blättrig knusprig, die füllungen aromatisch und abgerundet. und als ich dann zum schluss das glutenfreie blätterteiggeheimnis offenbarte – schauten mich alle mit großen augen an und sagten: „aber davon hab ich gar nix rausgeschmeckt?!“. von daher ist das glutenfreie experiment also geglückt, und speziell menschen mit glutenintoleranz oder zöliakie bietet dieser teig eine schöne möglichkeit, einfach, rasch und lecker etwas verträgliches zu backen.

beef wellington trickytine

Rezept: mini tricky beef wellington, rinderfiletsteak im blätterteig, dazu balsamico-champignon-ragout, blattspinat mit gorgonzola und parmaschinken – für 2 personen

balsamico-champignon-ragout
200 g braune champignons
2 kleine schalotten
4 zweige frischer thymian
2 EL guter balsamico
1 EL portwein
fleur de sel & frisch gemahlener pfeffer
olivenöl

blattspinat mit gorgonzola
2 knoblauchzehen
1 gute handvoll frischer blattspinat
50 g pinienkerne
75 g weicher gorgonzola
2 EL flüssige sahne
fleur de sel & frisch gemahlener pfeffer
olivenöl

weitere zutaten
2 rinderfiletsteaks à 180 g
4 scheiben parmaschinken
3 rollen glutenfreier blätterteig von croustipate
fleur de sel
butterschmalz
1 ei 

  1. schalotten schälen, champignons mit einem tuch abreiben und den stiel abschneiden
  2. schalotten und champignons fein hacken
  3. olivenöl in einer pfanne erhitzen
  4. schalotten zugeben und glasig andünsten, dann die pilze zugeben und bei starker hitze anbraten
  5. sobald die flüssigkeit der pilze austritt, thymianzweige hinzugeben und mit balsamico und portwein ablöschen, mit fleur de sel und pfeffer würzen und umrühren
  6. das pilzragout nun einige minuten bei mittlerer hitze garen lassen, bis die flüssigkeit sich reduziert hat, dabei ab und zu umrühren
  7. auskühlen lassen (für das befüllen der taschen, später die thymianzweige entfernen)
  8. knoblauchzehen schälen und fein hacken. blattspinat abbrausen, stiele entfernen und die blätter grob kleinhacken, evtl. vorhandene rinde vom gorgonzola schneiden und den käse in kleine stücke schneiden
  9. eine pfanne erhitzen, und die pinienkerne zugeben, unter aufsicht goldbraun anrösten
  10. dann etwas olivenöl und die gehackte knoblauchzehe zugeben und kurz anbraten
  11. den gehackten spinat dazugeben, und so lange dünsten, bis der spinat zusammenfällt
  12. den spinat etwas zur pfannenseite schieben, und in die mitte den gorgonzola und die sahne geben und so lange rühren, bis sich der käse leicht aufgelöst hat
  13. dann alles gut vermengen, mit fleur de sel und pfeffer abschmecken und auskühlen lassen 
  14. die filetsteaks (vom metzer fertig pariert) etwa 1 stunde vor der verarbeitung aus dem kühlschrank nehmen
  15. eine pfanne heiß werden lassen, butterschmalz darin schmelzen lassen
  16. die filetsteaks mit grobem fleur de sel würzen, und in der heißen pfanne scharf von allen seiten anbraten
  17. dann herausnehmen und lauwarm auskühlen lassen
  18. den blätterteig ausrollen – dann mit einer schüssel, die etwa 2 cm größer sind als die steaks, 2 runde blätterteigkreise ausschneiden – diese werden die unterseite der beef wellington werden
  19. aus den anderen beiden blätterteigen nochmals je zwei größere blätterteigkreise ausschneiden, die nochmals ca. 2,5 cm größer sind als die unteren blätterteigkreise
  20. ofen auf 200 grad umluft vorheizen
  21. die kleineren blätterteigkreise auf ein mit backpapier ausgelegtes ofenblech legen
  22. je zwei parmaschinkenscheiben überkreuz mittig auflegen
  23. darauf eine guten esslöffel des spinats geben (dabei sollte die ausgetretene flüssigkeit vorher etwas abgegossen werden, damit der spinat nicht zu sehr ausnässt)
  24. auf den spinat kommt das angebratene steak
  25. und darauf ein guter esslöffel des champignonragouts
  26. dann die überlappenden parmaschinken nach oben schlagen
  27. das ei aufschlagen und gut verquirlen – die unteren blätterteigränder mit ei bestreichen
  28. dann den größeren blätterteigkreis mittig von oben auflegen, sanft und vorsichtig von oben herunterlegen und die ränder zusammendrücken – evtl. überlappenden teig mit einem scharfen messer abschneiden
  29. die ränder mit einer gabel eindrücken und damit verschließen
  30. dann nochmals komplett mit dem ei bestreichen, und in den heißen ofen geben
  31. bei 200 grad umluft für 15 minuten backen, dann auf 150 grad herunterdrehen und ca. weitere 3-5 minuten backen, bis der blätterteig schön golden gebräunt ist (bei mir waren die steaks bei knapp 19,175 minuten perfekt medium) 😉 

tipp: aus dem restlichen blätterteig lassen sich wunderbar kleine motive ausstechen, mit denen man das beef wellington verzieren kann – oder man bestreicht sie mit pesto und backt einen kleinen blätterteigsnack

beef wellington trickytine

beef wellington trickytine

beef wellington trickytine

beef wellington trickytine

beef wellington trickytine

das klassische rezept habe ich spontan noch ein wenig tricky ergänzt, weil es so tollen frischen blattspinat gab und ich noch würzigen gorgonzola im kühlschrank hatte. passte perfekt zu dem champignon-balsamico-ragout. ich denke, dieses mal wird es keine 12 (oder so…) jahre brauchen, bis ich diesen herrlichen klassiker wieder machen werde. euch wünsche ich viel spaß und freude beim ausprobieren!

un besito ♥
eure trickytine

p.s. und weil man ja immer die futterfeste feiern soll, wie sie fallen – gibt es am sonntag noch dieses blätterteig dessert. wenn’s läuft, dann läuft’s, gell?

nektarinen tarte tatin trickytine

DIESER BEITRAG IST IN FREUNDLICHER ZUSAMMENARBEIT MIT CROUSTIPATE ENTSTANDEN. VIELEN DANK FÜR DIE ANGENEHME UND PARTNERSCHAFTLICHE KOOPERATION.

2 kommentare

Trickytine 18. Dezember 2017 - 21:02

ach mensch meine liebe jasmin, so schön, ich freue mich echt riesig! danke, dass du das mit mir teilst. mein glücksmoment des tages <3

ich drück dich lieb und sende gintastische grüße!
deine tine

Reply
Jasmin Foodistas 18. Dezember 2017 - 13:56

Liebe Trickytine, was für ein wunderbares Rezept! Ich habe am Wochenende dein herrliches Rezept für mini beef wellington ausprobiert! Einfach der Hammer! Definitiv ein neues Liebelingsrezept von mir! Liebe Grüße Jasmin

Reply
Trickytine 6. Juli 2016 - 20:50

hach ihr zwei guapas! tausend dank, für eure so süßen zeilen! <3 genießt eure zeit, die bloggertanten sind alle schwer verliebt in josefine! 🙂 einen ganz lieben besito an euch drei!

eure trickytine

Reply
Brigitte Schwarz 6. Juli 2016 - 20:22

Trickytine!!! Hach, wie ich dich, deinen tollen Blog, die wahnsinnigen Rezepte, die wunderschönen Fotos und deine Texte liebe! So genial!!! 1000 Küsse von uns Gitte & Josefine

Reply

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