Pistazien schnecken trickytine

Ruckizucki Tonkaschnecken, gefüllt mit göttlicher Pistazien Frangipane und glasiert mit Blutorangen Grenadine Curdguss

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dieses mal habe ich der hefe aber mal gezeigt, wer der chef im hause tricky ist! hah! der einfachheit halber habe ich beim herstellen des teiges für diese fantastisch leckeren schnecken einfach auf tütenhefe zurückgegriffen, was zwei gründe hatte: 1.) es war montag früh – seeehr früh – , ich war noch im schlafi und hatte überhaupt keine lust, für einen würfel frische hefe durch den grau-suppigen-feinstaubverseuchten sumpf stuggis zum supermarkt runterzulaufen. 2.) tütenhefe ist für meine begriffe total dankbar und sehr unkompliziert. mag ich!

schnecken pistazien frangipane orangen curd guss trickytine

der umgang mit normaler hefe überfordert mich ja etwas. da muss erst ein vorteig angesetzt werden, der dann gehen soll. danach wird der hauptteig geknetet, der wieder gehen soll. und nicht nur einmal haben mich diese hefewürfel voll verarscht und sind einfach nicht aufgegangen. (gut, das könnte auch daran liegen, dass ich sie oft trotz längst überschrittenem MHD in den einsatz brachte – solche empfindliche diven, ey!). auf jeden fall habe ich dieses ganze vorteiggegehe mit meinem trockenen tütchenhefefreund feist abgekürzt, alle teigzutaten wurden in einer schüssel vermengt und verknetet, dann abgedeckt ins warme bettchen gelegt und nach einer halben stunde war der hefeteig herrlich weich aufgegangen und zur weiteren verarbeitung bereit. ja, quick and dirty – so mag ich das! könnte daran liegen, dass ich genetisch nicht wirklich mit einer allzu langen geduldsspanne ausgestattet wurde, und warten irgendwie gar nicht so mein ding ist. vorallem nicht, wenn ich dazu noch hungrig bin. oder müde. oder pms habe. wenn alles zusammenkommt, dann möchte ich nur jedem herzlich raten, einen hohen bogen um den brodelnden tricky vulkan zu machen.

aber nun zurück zu den schnecken, denn das allerbeste kommt ja noch: dieser hefeteig war mega fluffig, buttrig und kein bisschen dröge oder lasch nach dem backen! mann, was war ich stolz und happy – auf meinen kleinen tütchenfreund ist halt einfach verlass! und wenn ich das nächste mal hefegebäck plane, dann gebe ich der frischen hefe auch mal wieder eine chance. aber auch nur, wenn es nicht an einem frühen montag morgen ist. und es draußen wieder so eklig nieselt. oder ich brutal viel appetit auf warme hefeschnecken habe. wenn all das eintritt, gewinnt eh wieder mein trockenhefefreund. tja, i call it the hefe evolution!

ach, was ihr auf jeden all auch noch wissen solltet! diese füllung aus der cremigen pistazien frangipane ist UNGLAUBLICH köstlich! und weil ich unbedingt noch einen leicht herben, fruchtigen uns säuerlichen gegenpart wollte, habe ich spontan einen curdguss aus blutorangen und etwas grenadine angerührt und über die lauwarmen schnecken geträufelt. heidenei leute – könnt ihr euch diese explosion auf der zunge vorstellen? könnt ihr?!

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Tonkaschnecken mit Pistazien Frangipane Füllung und Blutorangen Grenadine Curdguss

für eine runde backform mit 22 cm durchmesser, in der vorgehensweise inspiriert von törtchenherzog 

für den hefeteig:
500 g dinkelmehl typ 630
1 beutel trockenhefe (7 g)
170 ml lauwarme milch
65 g zucker
1 prise salz
1 tonkabohne, fein gerieben
85 g zimmerwarme und weiche butter
2 eier, zimmerwarm und größe M
für die pistazien frangipane:
100 g pistazien, geschält und ungesalzen
100 g blanchierte mandeln
1 gute prise salz
125 g zucker
1 P vanillezucker
2 eier, größe M
80 g zimmerwarme butter
zitronenabrieb von einer biozitrone
für den guss zum backen:
1 eigelb
2 EL sahne
1 EL ahornsirup
blutorangen grenadine curdguss:
60 ml blutorangensaft
2 EL grenadine
1 ganzes ei
1 eigelb
25 g zucker
50 g zimmerwarme butter 

  1. für den hefeteig: dinkelmehl mit der trockenhefe in einer schüssel vermischen, alle weiteren zutaten hinzugeben und zum schluss die handwarme milch darübergießen. alles rasch mit den händen oder dem knethaken der küchenmaschine zu einem glatten, noch leicht feuchten teig verarbeiten. dann die schüssel gut mit einem küchentuch abdecken, und an einem warmen ort etwa 30 minuten gehen lassen – der teig sollte sich dann verdoppelt haben.
  2. für die frangipane: mandeln und pistazien im blitzhacker oder mixer mahlen, dann alle weiteren zutaten hinzugeben und im mixer zu einer streichfähigen paste verarbeiten.
  3. für den curdguss: den blutorangensaft mit der grenadine, dem zucker, dem ei und dem eigelb in einem topf über supermini flamme bzw. hitze aufschlagen, bis sich der zucker auflöst und die masse langsam anfängt, anzudicken. wichtig ist hier das stetige rühren und keine zu große hitze, da sonst das ei gerinnt (wer sicher gehen möchte, schlägt die masse über dem wasserbad auf). sobald die masse in etwa die konsistenz von einer vanillesauce hat (und das dauert einige minuten, also bitte geduld und immerzu weiter fleißig rühren rühren rühren) – dann die butter hinzugeben, noch einmal glatt rühren und den curdguss leicht auskühlen lassen
  4. die backform mit backpapier auskleiden
  5. den hefeteig auf einer bemehlten fläche ausrollen, bis ein rechteck von etwa 35×45 cm entsteht
  6. die pistazienfrangipane mit einem spatel oder messer gleichmäßig über den teig verteilen und glatt streichen
  7. dann den teig von der längeren seite her aufrollen, die teigrolle in etwa 4 cm große stücke schneiden und senkrecht in die backform verteilen – dabei ein ganz klein wenig platz zwischen den stücken lassen, da diese noch aufgehen werden
  8. die schnecken nochmals abdecken und erneut ca. 30 minuten gehen lassen
  9. den backofen auf 175 grad umluft vorheizen
  10. für den guss zum backen das eigelb mit der sahne und dem ahornsirup verquirlen, und die gegangenen schnecken damit bestreichen
  11. die schnecken im vorgeheizten backofen bei 175 grad umluft ca. 25 – 30 minuten backen, bis sie der hefeteig durch ist und sie goldbraun sind
  12. die schnecken leicht auskühlen lassen, mit dem curdguss beträufeln und lauwarm genießen. guten appetit!

schnecken pistazien frangipane orangen curd guss trickytine

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un besito von eurer trockenhefeflüsterin!
trickytine ♥

 

2 kommentare

Michaela Hartwig 5. März 2019 - 8:26

Zum ersten Mal seit 5 Jahren mal ein bisschen was über Backlinks und SEO gelesen, und da gesehen, dass du dieses wunderbare Rezept zu meinen Mohnschnecken verlinkt hast. Ich freu mich! Wäre eigentlich grad wieder an der Zeit dein Rezept zu backen, bei all den schönen Blutorangen im Supermarktregal, oder? Alles Liebe und sieht so gut aus! Michaela

Reply
trickytine 5. März 2019 - 8:35

Liebe Michaela, ein Hoch auf SEO! Und auf Blutorangen! 🙂 Gut, Blutorangen sind irgendwie wesentlich sexyer, muss ich zugeben. Aber wenn man sich mal intensiver mit Backlinks und SEO beschäftigt, kann auch das ein sehr interessantes Feld sein. Auf jeden Fall freue ich mich, dass Dich die Backlinks zu den tricky Schnecken geführt haben. Danke für die Inspiration von Dir dazu!

Viele Grüße,
Deine Tine

Reply

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